Technologie

Carbon Nano-Onions.

Carbon Nano-Onions (CNO) sind kugelförmige, mehrschalige Kohlenstoffstrukturen mit einer Hitzebeständigkeit von 1.700 °C. Sie wurden ursprünglich nicht für die Industrie entwickelt, sondern in der medizinischen Forschung eingesetzt: für Wundversorgung, biokompatible Beschichtungen und als Wirkstoffträger.

WAS SIE SIND
  • Größenordnung: 7 nm Primärpartikel, ca. 200 nm Cluster
  • Material: 100 % reiner Kohlenstoff
  • Struktur: Mehrschichtige Kugelschalen
  • Zustand: In Emulsion bzw. Öl stabil eingebunden
  • Reaktivität: Chemisch inert, nicht löslich
WAS SIE BEWIRKEN

Im Schneidspalt zwischen Werkzeug und Werkstück verhalten sich Carbon Nano-Onions wie mikroskopische Kugellager. Sie wandeln Gleitreibung in Rollreibung um – den entscheidenden Mechanismus für Wärme, Verschleiß und Werkzeugstandzeit.

Diese Wirkung tritt nicht durch Beschichtung oder chemische Reaktion ein, sondern rein mechanisch – und damit unabhängig von Werkstoff, Geometrie oder Schnittgeschwindigkeit.

Sicherheit & Einordnung

Toxikologisch entscheidet nicht die Partikelgröße, sondern chemische Zusammensetzung, Reaktivität und Bioverfügbarkeit. Carbon Nano-Onions erfüllen alle relevanten Kriterien in unkritischer Weise:

Chemisch inert und nicht toxisch
Nicht löslich, nicht reaktiv
In Emulsion bzw. Öl stabil eingebunden
Nicht flüchtig, nicht bioverfügbar
Keine Migration in die Luft
Keine Aufnahme über Haut oder Schleimhäute

Nanopartikel sind Alltag — beim Kaffee mahlen, im Straßenverkehr, im Kerzenruß. Der Unterschied bei Nano-Onions: ihre Eigenschaften sind bekannt, beherrscht und gezielt nutzbar.